Wie oft solltest du deinen Rugbyball ersetzen?
Bei Gilbert sind wir seit jeher überzeugt: Der Ball ist das Herzstück des Spiels. Es ist das eine Ausrüstungsteil, das jeder Spieler bei jeder Trainingseinheit in der Hand hat – vom ersten Aufwärmpass am Dienstagabend bis zum letzten Kick beim Spiel am Samstag. Weil er so viel leisten muss, vergisst man leicht, dass ein Rugbyball nicht ewig hält.
Wie oft solltest du deinen Ball also ersetzen? Ein festes Datum gibt es nicht. Wie lange ein Ball hält, hängt von drei Dingen ab: wie oft er benutzt wird, auf welchem Untergrund er zum Einsatz kommt und wie gut er gepflegt wird. Hier erfährst du, woran du Verschleiß erkennst und wie du das Beste aus jedem Ball in deiner Tasche herausholst.
1. Warum Rugbybälle verschleißen
Jeder Pass, jeder Kick, jeder Lauf mit dem Ball und jeder Vorwärtswurf beansprucht ihn ein wenig. Die Oberflächengriffigkeit lässt allmählich nach, die Nähte werden bei jedem Aufprall strapaziert und die Blase muss den Druck trotz wechselnder Temperaturen halten.
Der Untergrund macht einen großen Unterschied. Weiches Gras ist vergleichsweise schonend, während raue 4G- und Kunstrasenplätze den Grip deutlich schneller abnutzen. Dazu kommt das Wetter. Nasse, schlammige Trainingseinheiten Woche für Woche stellen selbst den robustesten Ball auf die Probe. Deshalb ist jeder Gilbert-Trainingsball mit Hydratec-Technologie ausgestattet: Gewachste, beschichtete Fäden helfen, die Nähte abzudichten und die Wasseraufnahme zu verringern.
2. Spielbälle und Trainingsbälle
Spielbälle und Trainingsbälle sind für unterschiedliche Aufgaben gemacht und verschleißen daher auch unterschiedlich.
Spielbälle enthalten einen höheren Anteil an Naturkautschuk für optimalen Grip und sind darauf ausgelegt, dann Höchstleistungen zu bringen, wenn das Ergebnis auf dem Spiel steht. Genau dieser Premium-Grip nutzt sich zuerst ab. Deshalb bewahren viele Vereine ihre Spielbälle nur für den Spieltag und die taktischen Laufwege des Teams auf.
Trainingsbälle sind für den Dauereinsatz gemacht. Sie müssen wiederholte Übungen auf allen Untergründen aushalten, Einheit für Einheit. Als Faustregel gilt: Ein Trainingsball, der mehrmals pro Woche zum Einsatz kommt, hält bei guter Pflege in der Regel eine ganze Saison harter Beanspruchung durch. Ein Spielball, dessen Grip nachgelassen hat, hat als Trainingsball oft noch viel Leben vor sich. Ältere Spielbälle in die Trainingstasche zu legen, ist daher eine clevere Möglichkeit, ihren Wert voll auszuschöpfen.
Du bist dir nicht sicher, welcher Ball zu deinem Spielniveau passt? Unser Ratgeber für den Kauf eines Rugbyballs erklärt dir alles zu Größe, Spielniveau und Untergrund.
3. Sechs Anzeichen, dass es Zeit für einen neuen Ball ist
Statt die Wochen zu zählen, solltest du dir den Ball genau ansehen. Entdeckst du eines dieser Anzeichen, ist es Zeit, über Ersatz nachzudenken:
- Der Grip ist glatt geworden. Sind die Noppen abgenutzt und fühlt sich der Ball rutschig an, besonders bei Nässe, leidet die Ballkontrolle.
- Er hat seine Form verloren. Ein schiefer oder zu runder Ball fliegt nicht mehr gerade vom Fuß und lässt sich nicht sauber aus der Hand spiralen.
- Er hält die Luft nicht. Musst du ihn vor jeder Einheit aufpumpen und ist er am Ende schon wieder weich, ist wahrscheinlich die Blase oder das Ventil defekt.
- Die Nähte reißen auf. Lose oder gerissene Nähte lassen Wasser eindringen und schwächen die Struktur des Balls.
- Er fühlt sich schwerer an als sonst. Ein Ball, der mit der Zeit Wasser aufgenommen hat, wird zu einem durchnässten Gewicht, das Pässe und Kicks beeinträchtigt.
- Die Oberfläche ist rissig oder löst sich ab. Sobald sich die äußere Schicht aufzulösen beginnt, verschleißt der Ball schnell.
4. So hält dein Rugbyball länger
Schon ein wenig Pflege macht viel aus. Befolge diese einfachen Schritte, damit dein Ball länger in gutem Zustand bleibt:
- Reinige ihn regelmäßig. Entferne vor dem Training oder einem Spiel Schlamm und Rückstände mit einem weichen Tuch, etwas mildem Reinigungsmittel und warmem Wasser. So bleibt der Grip bestmöglich erhalten.
- Pumpe ihn auf den richtigen Druck auf. Alle Gilbert-Bälle sollten auf 9 bis 10 psi aufgepumpt werden. Für Spielbälle empfehlen wir 9,5 bis 10 psi. Prüfe den Druck vor jedem Einsatz, denn Temperaturschwankungen können ihn beeinflussen.
- Verwende eine Handpumpe. Pumpe den Ball immer mit einer manuellen Pumpe auf, zum Beispiel einer Fußpumpe, niemals mit einem Kompressor oder einer Druckluftleitung. Zu hoher Druck kann Form und Leistung des Balls dauerhaft beeinträchtigen. Befeuchte die Nadel vor dem Gebrauch, um das Ventil zu schützen.
- Lagere ihn trocken. Auch wenn unsere Bälle für nasses Wetter gemacht sind: Bleibt einer in einer feuchten Sporttasche, kann sich mit der Zeit Wasser im Inneren ansammeln. Trockne ihn nach einer nassen Trainingseinheit ab und bewahre ihn an einem trockenen Ort auf.
- Wechsle die Bälle durch. Wenn sich die Belastung auf mehrere Bälle verteilt, statt ein oder zwei ständig zu beanspruchen, halten sie alle länger.
Alle wichtigen Infos findest du in unserem Ratgeber zur Rugbyball-Pflege. Und vergiss nicht, eine zuverlässige Pumpe in deiner Sporttasche zu haben.
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5. Tipps für Vereine, Schulen und Trainer
Wenn du für den Ballvorrat verantwortlich bist, ist eine kurze Bestandsaufnahme zu Beginn jeder Saison und noch einmal zur Saisonmitte die einfachste Möglichkeit, den Überblick zu behalten. Sortiere die Bälle in drei Gruppen: spielbereit, nur fürs Training und ausgedient. Bälle mit abgenutztem Grip, aber guter Form können ins Training wechseln. Bälle, die keine Luft halten oder gerissene Nähte haben, sollten ersetzt werden.
Auch eine klare Trennung nach Größe hilft. In unseren G-TR-Trainingsballserien kennzeichnen unterschiedliche Farben die verschiedenen Größen. So können Trainer für jede Altersgruppe ganz einfach den passenden Ball auswählen.
Wenn es Zeit ist, den Vorrat aufzufüllen, ist unser Sortiment an Trainingsbällen auf die Belastungen wöchentlicher Trainingseinheiten ausgelegt. Mit unseren Mehrfachpaketen für Vereine lässt sich außerdem leichter eine ganze Mannschaft ausstatten.
6. Der Schlusspfiff
Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, wie oft du deinen Rugbyball ersetzen solltest. Aber der Ball zeigt dir, wann seine Zeit gekommen ist. Behalte Grip, Form und Druck im Blick, pflege ihn zwischen den Trainingseinheiten und er wird dich auf dem Platz nicht im Stich lassen. Wenn er schließlich ausgedient hat, sollte dein nächster Ball zu deinem Spielniveau, deinem Untergrund und deiner Saison passen.
Bereit für deinen nächsten Ball? Entdecke jetzt das gesamte Gilbert-Rugbyball-Sortiment.
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